36-Stunden-Schicht für junge Brandbekämpfer

Von Samstag 7.00 Uhr bis Sonntag 19.00 legten die Kids der Jugendfeuerwehr Mittel-Gründau am Wochenende eine 36-Stunden-Schicht ein, um den Alltag eines Berufsfeuerwehrmannes selbst einmal zu erleben.

Als Start in den Tag wurde zunächst gemeinsam gefrühstückt und Arbeiten am Feuerwehrhaus erledigt bis es um 11.00 Uhr das erste Mal hieß: „Achtung, Achtung: Einsatz für die Jugendfeuerwehr Mittel-Gründau geht zur Menschenrettung Anglerheim Mittel-Gründau“. Sofort stürzten sich die Jugendlichen in die Fahrzeuge und mit Vollgas ging es zunächst zur Schafhalle, um das Mehrzweck-Boot anzuhängen und dann zur Einsatzstelle zu fahren. Erfolgreich ging es später zurück zum Feuerwehrhaus, wo sich die Jugendlichen zwischen den Einsätzen mit Aufgaben wie Knotenbretter basteln, Fotos

aufhängen, und Jugendraum putzen und Unterrichten die Zeit vertrieben.

Voller Spannung wartete man auf den nächsten Alarm. Der zweite Einsatz des Tages ging zum Berghof Familie Messerschmidt, wo eine Scheune brannte, in der sich vermutlich noch eine Person befinden sollte. Dies war wohl der chaotischste Übungseinsatz des Wochenendes, denn schnell zog die Feuerwehr alle Aufmerksamkeit auf sich und bevor man sich versah, stand der Chef des nebenan gelegenen Golf-Clubhauses an der Einsatzstelle. In der Annahme, es sei ein richtiges Feuer, bot er netterweise gleich seine Hilfe an. Nach Aufklärung aller Zuschauer und erfolgreichem Einsatz packten die Jugendlichen die Geräte zusammen, um sich wieder in der Wache einzufinden.

Um ca. 20.30 Uhr, gerade als die durchgeschwitzten Helden von der kurzen Duschpause zurückkehrten, kam völlig überraschend das nächste Alarmfax. Glücklicherweise handelte es sich diesmal nur um einen Fehlalarm des Möbelhauses Höffner, sodass die Anfahrt abgebrochen werden konnte und alle endlich gemeinsam zu Abend essen konnten. Der geplante Filmabend wurde von den Jugendlichen kurzerhand abgesagt und durch Chips essen und Unterhaltungen ersetzt.

Um 22 Uhr stand Nachtruhe auf dem Programm. Eigentlich. Denn um 24 Uhr ertönte schon wieder der Gong und hellwach stürmten die Kids zum Löschfahrzeug. Der Einsatz ging diesmal zur alten Erddeponie Richtung Niedergründau, wo ein Pkw mit zwei Insassen an einen Baum gestoßen war und eine Mülltonne brannte. Als sich zur Manöverkritik alle reihenweise aufstellten, stellte allerdings einer der Betreuer fest, dass ein Jugendlicher fehlte. Sofort nachdem das erste Fahrzeug im Feuerwehrhaus angekommen war, machte sich jedoch Erleichterung breit. Das „vergessene Kind“ lag seelenruhig schlafend auf seiner Matratze und hatte von all der Aufregung rein gar nichts mitbekommen.

Am nächsten Tag wurde noch einmal zu einer ein Kilometer langen Ölspur und danach zu einem Kellerbrand auf dem Reitzeberg, bei dem unter Atemschutz vorgegangen werden musste, alarmiert. Zum Abschluss rückten die jungen Helden nochmal zu einem richtigen Feuer im Feld aus. Gegen 16 Uhr wurde dann mit Putz- und Aufräumarbeiten begonnen, bevor um 17 Uhr die Eltern der Jugendlichen zum Grillen empfangen werden konnten. Mit leckeren Salaten und Bratwürstchen ließen alle gemeinsam das nervenaufreibende Wochenende gemütlich ausklingen.

Der Jugendwart sowie Stellvertreter und Betreuer bedanken sich bei allen fleißigen Helfern, sowohl Mitgliedern der Einsatzabteilung als auch Aktiven aus anderen Wehren und den Eltern der Kinder, die für leckere Kuchen und Salate vorbereiteten.

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